Rechnung mit Unbekannten
Immobilienfinanzierung. Auch wenn die Zinsen so niedrig sind wie nie – eine optimale Immobilienfinanzierung ist noch lange kein Selbstläufer. Wer ein Darlehen aufnimmt, sollte auf den richtigen Mix aus Laufzeiten, Eigenkapital und staatlicher Förderung achten.
Aber Achtung: Die Nebenkosten werden unterschätzt. So fallen beim Kauf Grunderwerbsteuer sowie Kosten für Notar und Grundbucheintragung an. Mit sonstigen Ausgaben summieren sich diese Posten auf bis zu sieben Prozent der Gesamtkosten – die Maklercourtage, die bis zu sechs Prozent betragen kann, noch nicht eingerechnet.
Investieren mit Weitblick
Angesichts des schwachen Euro versprechen Immobilien Wertsicherheit. Doch stimmt das auch? Der Immobilien Guide 2010 von €URO zeigt Städte mit unterschiedlicher Entwicklung.
Fünf Euro kostet laut Immobilienmarktbericht 2009 der Gutachterausschüsse der Quadratmeter Bauland im Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern. In Münchens Innenstadt ist für dieselbe Fläche das 2000-Fache fällig. Ist Uecker-Randow deshalb ein Schnäppchen? Und Münchens Zentrum völlig überteuert? Um dies einzuschätzen, bemühen Immobilienexperten das Verhältnis des Preises zur Miete eines etwa vergleichbaren Objekts. Würde der Mietertrag etwa deutlich unter vier Prozent per annum liegen, sollte der Kaufinteressent überlegen: Ist ihm das Objekt aus Liebhabergründen überdurchschnittlich viel wert? Oder glaubt er an künftige Preissteigerungen? Die in der Studie in Zusammenarbeit u.a. mit Immobilis untersuchten Großstädte weisen hier untereinander wie auch je nach Stadtteilen erhebliche Unterschiede auf. Wohnimmobilien sind an Standorten mit überdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zu den Mieten teurer als im Bundesdurchschnitt. So liegt die Mietrendite in wohlhabenden Metropolen wie Stuttgart zum Teil unter drei Prozent. Doch sollte auch nicht zu viel gezahlt werden. Schließlich bietet die Entwicklung der Vergangenheit keine Gewähr für die Zukunft.

